Befunderkennung.
Welche Befunde erkennt der Scanner? Erkennt er nur zahnbezogene Auffälligkeiten oder auch die Mundschleimhaut – und sieht er Karies?
Der Aidite Intraoralscanner (z. B. Rapid 5 und Infinity 5) unterstützt die Erkennung oraler Befunde – allerdings als Assistenzsystem, nicht als eigenständiges Diagnosegerät.
Die finale Beurteilung trifft immer der Behandler.
So funktioniert es in drei Schritten
1
Datenerfassung (Kamera)
Der Scanner filmt die Zähne in True-Color-HD und berechnet in Echtzeit ein dreidimensionales, farbechtes 3D-Modell des Gebisses. Er erfasst also das, was auch das Auge auf der Zahnoberfläche sieht – nur plastisch als 3D-Modell.
2
KI-Vorfilterung (Software)
Eine integrierte KI analysiert das Bild auf Farbveränderungen, dunkle Flecken oder kreidige Schmelzstrukturen. Erkennt sie eine potenzielle Auffälligkeit, markiert sie diese farblich im 3D-Modell bzw. im digitalen Befundbericht.
3
Auswertung (Behandler)
Du prüfst die Markierungen und entscheidest anhand deiner Erfahrung, ob es sich z. B. um eine harmlose Verfärbung, eine bestehende Füllung oder aktive Karies handelt.
Wichtig zur Karieserkennung
Gut erkennbar
Oberflächenkaries und sichtbare Verfärbungen erkennt die visuelle, KI-gestützte Oberflächenanalyse sehr zuverlässig.
Nicht erfassbar
Versteckte Karies – etwa unter alten Füllungen, tief im Zahnzwischenraum oder unter dem Zahnfleisch – kann rein optisch nicht erfasst werden.
Weiterhin nötig
Hierfür bleiben klassische Diagnosemittel wie Röntgen (Bissflügelaufnahme) oder die Sonde weiterhin notwendig.
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